Tastingnote: Macallan, Sherry Oak, 12J., 40%

Destillerie: Macallan  Macallan_Sherry Oak_12J_40
Whisky: Sherry Oak, 12 J., 40%
Region: Speyside
Abfüller: Original
Konzern: The Edrington Group
Fassarten:  Ex-Sherryfässer

Nose: Sherryalaaaarm! Aber zunächst eher aus der würzigen Ecke, also Liebstöckel und Tabak. Er „riecht“ cremig nach Karamell und Toffee. Nach einer Weile kommen kandierte Früchte durch: zitrusseitig Orangen und Mandarinen, von der süßen Seite aber auch Bananen. Aber so richtig geil wird er durch die darüber liegenden zarten Röstaromen die mich an frisch gebackenes Brot in der Bäckerstube erinnern.
Tasting: Sehr süß, sehr sämig im Antritt. Vanillecreme mit Rosinen und Sultaninen mit einer Brise Zitronenabrieb, ein wenig würziges Karamell. Erst relativ spät wird’s dunkler am Horizont: Tabaknoten, Ahornsirup, dunkle Schokolade, aber auch ein Hauch Ingwer. Im gesamten erinnert mich das an Kräuterzucker (ja genau „wer hat’s erfunden“). Tolles Profil, aber ein wenig blass in der Tiefe. 43% wären sicher angebracht, wässrig wäre aber übertrieben.
Finish: Mittellang, sämig und süß.
Sonstiges: Fazit: Das ist der „Standard“, so wie er von Macallan – dem Rolls Royce unter den Single Malts –  vor „Urzeiten“ definiert worden ist und wie er heute eigentlich noch sein sollte. Lang ist´s her – nach Fine Oak, 1824 Serie und allerlei Marketing-Blabla gilt diese Art von Malt im Hause Macallan schon lange nicht mehr als „Standard“, sondern der Whiskygenießer aus der gesunden Mittelschicht darf froh sein, wenn man Ihn sich in homöopathischen Dosen noch leisten kann. Da er preislich eben in einer Liga spielt, in der ich – trotz Hype und Boom – andere Kaliber finden kann und für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis IMMER auch mit eine Rolle spielt, kann ich diesem zweifelsfrei hervorragenden 12 jährigen keine besser Note geben. Ein paar „Dutzend“ weniger Euro und es wäre ein glatte 10. (8,0/10)

 

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